Rückblick: naturnahe Stadterziehung auf dem Reiterhof

Da unser Pferde-Projekt sich dem Ende zuneigt, wollen wir nunmehr einen Blick zurück werfen. Was haben wir auf dem Reiterhof gemacht, was haben unsere Kinder gelernt und wie hat es unseren Kindern und Pädagogen gefallen?

Der Reiterhof Kühne-Sironski

Der Reiterhof liegt im Norden Berlins, im beschaulichen Dorfkern von Lübars. Es ist sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit unserem Minibus bequem zu erreichen. Bei unseren Besuchen standen uns neben dem Personal zwei Pferde und ein Pony zur Verfügung – die Stute “Püppi”, der Wallach “Chico” und das kleine Pony namens “Monty”. Anfangs an einem Mittwoch wechselten wir später zum Dienstag, um auch das Springreiten beobachten zu können.

Was haben die Kinder gemacht?

Die Aufgaben und Beschäftigungen für die Kinder auf dem Reiterhof waren breit gefächert. Neben dem Umgang mit den Pferden selbst, erfuhren die Kinder auch, was es heißt einen Reiterhof zu führen. Was gibt es in einem Stall zu tun, wie werden die Pferde versorgt und wie verläuft ein Tag auf einem Reiterhof? All das konnten die Kinder aus nächster Nähe und mit eigenen Händen erfahren. Sie kratzen Hufen aus, striegelten die Pferde und halfen bei der Fütterung. Durch diese Kontakte an die Tiere gewöhnt, konnten die Kinder den Umgang mit Pferden erlernen und sich auf das Reiten der Tiere vorbereiten. Dabei saßen sie nicht nur auf den Pferden, sondern lernten auch ein Pferd vom Boden aus zu führen – eine große Herausforderung für unsere Kleinsten, die sie mit viel Spaß und Engagement bewältigten.

Was haben unsere Kinder gelernt?

Der Umgang mit Pferden bringt allgemein einen Zuwachs an sozialen Kompetenzen und ist somit förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, wie eine Studie der deutschen Reitervereinigung belegt. So erlernen die Kinder Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen, Führungsstärke und strukturiertes Handeln. Daneben gibt es auch physische Wirkungen, wie Entspannung und Senkung des Muskeltonus und Blutdrucks sowie eine allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustandes. Den dritten Punkt bilden mentale und psychologische Wirkungen. So wird zum Beispiel Stress reduziert, das Selbstbewusstsein gefördert und stabilisiert und Ängste reduziert.

Fazit: Gerne nochmal!

Durch die durchweg guten Erfahrungen in diesem “Pilot-Projekt” mit dem Spieltraum in Weißensee wollen wir auch in Zukunft den Reiterhof in unser Angebot für die Kinder aufnehmen, um unser Konzept der “naturnahen Stadterziehung” mit Leben zu füllen.

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