Der Spieltraum auf dem Deutschen Kitaleitungskongress

Am 16. Und 17. Mai fand in der Berliner Kalkscheune der alljährliche Deutsche Kitaleitungskongress (DKLK) statt. Mit von der Partie war natürlich auch ein Team des Spieltraums – namentlich Stefanie, Katja, Antje und Susanne. Der Kongress informiert über aktuelle Strömungen der Kindertagesstätten und bietet in vielen Workshops Hilfen und Anregungen, die alltäglichen Probleme in einer Kita zu meistern.

Die DKLK-Sudie 2017

Grundlage für die Problemfelder und Fortschritte ist dabei die jährlich durchgeführte DKLK-Studie 2017. Dabei ergaben sich folgende Missstände. Die Leitungen und pädagogischen Fachkräfte erhalten nach wie vor nicht die angemessene Anerkennung durch Politik und Gesellschaft. Die Verbesserung der Kitas wird hauptsächlich durch Personalmangel und überbordende Bürokratie verhindert. Auch die erfolgreiche Integration von Flüchtlingskindern ist noch immer eine große Herausforderung und es ist zu befürchten, dass sich das derzeit stark polarisierte Klima in Politik und Gesellschaft auf die Einrichtungen übertragen könnte.

Forderungen der DKLK-Studie 2017

Eine allgemeine Freistellung der Leitung für die Aufgaben der Führung und Qualität ist ebenso hilfreich wie eine verbesserte Finanzierung, um die wissenschaftlich empfohlene Fachkraft-Kind-Relation zu ermöglichen. Ebenso würde eine breitere gesellschaftliche Anerkennung der frühpädagogischen Fachkräfte sowie eine allgemeine Strategie zur Bekämpfung des Personalkraftmangels zu einer verbesserten Gesamtlage führen. Dabei fordert der DKLK insbesondere eine größere Unterstützung und ein angemessenes Fortbildungsangebot für die Integration von Kindern mit Flüchtlingshintergrund.

Was wurde auf dem Kongress geboten?

Der Kongress bot eine große Vielfalt verschiedenster Themen, die von einem oder mehreren Spielträumern besucht wurden. Neben hochqualifizierten Fachkräften, wie Rechtsanwälten, verschiedenste Pädagogen, Germanisten und Psychologen, referierten auch bekannte und erfahrene Persönlichkeiten, wie der Musiker und Extremsportler Joey Kelly oder der ehemalige FIFA- und Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati.

Wofür interessierten wir uns?

Unser Team besuchte dabei Seminare, die dabei helfen, die Leistung und Qualität des Spieltraums nachhaltig zu verbessern und sich hauptsächlich um die folgenden Themen drehten.

Ein Schwerpunkt bildete die Verbesserung der Organisation und Verwaltung von Kitas und Trägern. Hierbei wurden Informationen zu den arbeitsrechtlichen Aspekten vermittelt, die ein angemessenes Personalmanagement ermöglichen. Es gab Anregungen, die Effizienz eines oft überladenen Alltags durch eine zeitsparende und optimale Organisation zu erhöhen.

Ein anderer Schwerpunkt beleuchtete die psychologischen und sozialen Aspekte am Arbeitsplatz. Anregungen und Tipps für Mitarbeiter- und Einstellungsgesprächen wurden hier ebenso beleuchtet, wie die erfolgreiche Integration in das bestehende Kita-Team. Daneben wurden auch Hilfestellungen für die Gefahren psychologischer Erkrankungen im Team gegeben. So kann zum Beispiel eine realistische Einschätzung der eigenen Kräfte helfen, einen Burn-Out zu verhindern. Ebenso wurden Möglichkeiten aufgezeigt, mit diesen Problemen am Arbeitsplatz umzugehen.

Auch die konzeptuelle Ausrichtung einer Kita-Leitung wurden umfassend behandelt. Hier wurde die besondere Bedeutung eines respekt- und vertrauensvollen Umgangs am Arbeitsplatz herausgestellt und die Vielfalt eines Teams als Ressourcenreichtum beschrieben, der gewinnbringend genutzt werden kann. Auch die Idee der Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal wurden in diesem Zusammenhang betrachtet.

Einen letzten Schwerpunkt bildeten Workshops zur Motivation. Dabei wurde besprochen, wie Ziele erreicht und neue gesetzt werden können und wie ein selbstbewusstes Auftreten die Mitarbeiter motivieren kann.

Was heißt das für uns?

Mit diesen Eindrücken, Informationen und interessanten Anregungen werden wir versuchen, einen reibungslosen Ablauf im Alltag und ein effizientes wie angenehmes Arbeitsklima zu gewährleisten und, wo es möglich ist, zu verbessern. Damit fühlen wir uns gewappnet, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und unserer besonderen Verantwortung gerecht zu werden.

 

 

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